Zum Lachen und Schmunzeln

Die neue Diät                                                         von Regina Pitscheneder

 

Ja, wirklich, morgens jeden Tag

stell i mi aufi auf die Waag´.

 

Doch schau i oafach goar net hin,

bevor i net herunten bin!

 

Die Sirene                                                                von Regina Pitscheneder

 

Oft hoaßt´s, die Jugend is nix wert.

Nun werd´ts des Besseren belehrt

mit oaner Gschicht vom jungen Mann,

von dem man Eifer lernen kann!

 

Schon manches ist passiert davor

in seine achzehn jungen Joahr.

Die Schul´? Naja...! ´s kunnt besser sein!

Da tät er si aa selber gfreun,

 

bis jetzt er net sehr fleißig woar...

Doch is er no net dreißig Joahr,

und d´Hauptsach ist, des Kind is gsund!

Doch sunst is er a wilder Hund,

 

a Sportler voller Leidenschaft,

spielt Fuaßball in der Kampfmannschaft.

Er is net nur a Schlagzeuger,

er is aa bei der Feuerwehr!

 

Der Christopher schlaft fest und tiaf.

Die Nacht woar lang, die Madln siaß.

Die Disco fordert ihr´n Tribut,

der Alkohol tat auch nicht gut.

 

Vom Lernen in der BULME wird

ma aa so unbeschreiblich müad.

Doch heut ist´s mit der Schul´ vorbei,

denn heute hat er aamol frei.

 

Er tramt in seinem warmen Bett

von lauter Mädchen, hübsch und nett.

Als wia a Baby liegt er do

und tramt von Busen und Popo. 

 

Im süßen Schlummer wird er g´stört,

denn er hat die Sirene g´hört!

Der Ton dringt schrill und laut ins Ohr

und holt ihn aus dem Schlaf hervor.

 

Er schreckt si murds und denkt si bloß,

was is denn jetzt scho wieder los!

A Einsatz! Jessas, schnell, es brennt!

Wo is mei Hosn, wo mei Hemd??

 

Des geht net, daß er weiterpennt,

derweil irgndwo a Feuer brennt!

In d´ Untergati eini schnell,

komplett verdraht, du meiner Seel´!

Ins Hemmad eini, oba fix!

Wo san die Socken nur, verflixt?

Is wurscht! Und wo is mei Montur??

Der Reißverschluß geht aa net zua,

 

denn außen is die Innennaht,

so wia er´s letzt´s Mal auszogn hat.

Total verwurschtelt und versaut

hat er s´ in Kastn einig´haut.

 

Er muaß s´ erst ausgrabn unterm Gwand,

dem Haufen, in sei´m Kleiderschrank.

Aa ´s Hemd is umdraht, d´ Knöpf verkehrt!

Am liabsten hätt´er zuwigreahrt.

 

Am Schluß den Gürtel drüberg´wixt,

dabei hat er si ´n Finger zwickt.

Doch ´s Gwandl von der Feuerwehr,

des macht halt scho a weng was her!

 

Er reibt si´s Hirn, der dumme Bua,

denn leider woar de Tür noch zua.

Des hat er erst zu spät erkennt

und is mit´m Schädel einigrennt.

 

Es hat an schönen Tuscher gmacht!
Bei jedem andern hätt er glacht.

Jetzt schaut er, daß er weiterkummt,

obwohl sei Schädel ziemlich brummt.

 

De blede bsoffne Zimmertür!

Dabei kann de gar nix dafür.

Jetzt her no schnell mit meine Schuah!

Wo san de nur? Glei hat er gnua!

 

De Schuah no finden, Himmelfix!

I sch... (schau) mi an, es is verflixt!

Wo hat er de nur umigwixt??

Heut findt er aber wirkli nix!

 

Hat d´ Mama wieder olls verramt!

Versteckt, verflixt, verfluacht, verdammt!

Na, endlich findt er welche Schuah,

die Farb paßt zwar net ganz dazua,

 

der oane schwoarz, der andre grün,

doch schon is unser Bua dahin.

Eahm würfelt´s fast, die Fetzn fliagn,

so rennt und fliagt er über d´Stiagn.

 

 

Die Straßn obi, links ums Eck,

durt hätt´s eahm fast no niederglegt

vor lauter Schnell und Hudeln heut,

weil er sich auf des Feuer gfreut

 

und sich des nie verzeihen tät,

käm´ er zur Feuerwehr zu spät!

Zum Rüsthaus is ´s recht nah,

glei hinterm Bahnhof steht es da.

 

Koa Zeit zum Schau´n, ob´s gfährlich wär,

Gottlob kummt grod koa Zug daher,

er hupft glei direkt über´s Gleis,

sunst waar er jetzt a Eierspeis.

 

Er woar no gar net richtig furt,

und is auch schon beim Rüsthaus durt.

No koana da von seine Leut!

He, super! Er der Erste heut!

 

Er woart´ und denkt, de kemman glei,

doch kummt und kummt koa Sau vorbei.

Er denkt, er woart halt no a weng.

Sei Gsicht, des zaht si in die Läng,

 

und langsam kummt´s eahm spanisch vur,

des Woartn wird eahm aa scho gnua.

Der oanzige, der doch no kummt,

des is der kloane Nochboarhund.

 

Und jetzt kummt a Kolleg´ daher,

a Kumpel von der Feuerwehr,

rein zufällig und in Zivil,

der wundert si´, was er da will.

 

Der Bua sogt: „Hast du des net ghört,

wie de Sirene grad hat plärrt??“

Der andre schaut ´n komisch an,

auf aamol fangt zum Lachn an,

 

und grinst im ganzen Gfrieß:
„Woaßt net, daß Samstag Mittag is?!“ 

 

 

Der neuche Marsch                                                             von Regina Pitscheneder

 

 

Trompetn spielt der Franz.

Sei Nochboar aa, der Hans.

 

An Marsch wolln´s heut probiern

und richtig einstudiern.

 

Der Franzi blost, was geht,

doch na! Des gfollt eahm net!

 

Er moant, daß was net stimmt,

so komisch, wia des klingt.

 

Die Töne san so TIAF!!

Des tuat jo richtig schiach!

 

Aa ´s Lauterspieln nix bringt.

Und WIA des grauslich klingt!

 

Des Stückl klingt soo bled,

und aa mitm Rhythmus geht

 

si ´s hint und vurn net aus.

Jo, grod daß oan net GRAUST!

 

Es klingt als wia verhext.

Und FOLSCH! Daß di derschreckst!

 

Da wird´s dem Hansi z´bled.

Er denkt, des gibt´s jo net!

 

„Sog, Franz, bist echt so dumm?
Drah´s Notenblattl um!!“

 

 

Das Gebiß                                                           von Regina Pitscheneder

 

Unsre Uroma hat dritte Zähne,

daß sie besser beißen könne.

 

Die Prothese nimmt sie aus dem Munde,

wenn sie geht zu Bett zu später Stunde,

 

weicht sie ein des Nachts im Wasserglase,

welches steht am Nachttisch bei der Vase.

 

Morgens kommt der Chris in Omas Zimmer,

zählt 3 Lenze und wird immer schlimmer.

 

Er will seine Urgroßmutter wecken

und, wenn´s paßt, vielleicht ein bisserl schrecken.

 

Hat a Blindschleich´ schon in seiner Taschen,

nur: Dann gibt´s heut sicher nix zum Naschen!

 

Doch wie angewurzelt bleibt er stehen.

Sowas hat er niemals noch gesehen!

 

Aus dem Glase, kühn und ganz verwegen,

grinsen ihm da - ihre Zähn´ entgegen!!

 

Nein, das kann er einfach nicht kapieren.

Will´s bei seinen eignen Zähn´ probieren,

 

doch es will ihm nicht und nicht gelingen,

sie aus seinem Mund herauszubringen!

 

Oma nimmt die Zähne aus dem Becher,

steckt sie rein in ihres Mundes Löcher,

 

gibt die Zähne raus und wieder eine.

Fasziniert beobachtet´s der Kleine.

 

Seine Oma, so ein Tausendsassa!

Ist gewaschen wohl mit allem Wasser!

 

Da erklärt die Uroma, daß heute

sowas üblich sei für alte Leute.  

 

Sagt darauf zu ihr der kleine Lauser:

„Oma, kumm, jetzt nimm dei´ Zungen außa!“

 

 

Kindergeburtstag                                                       von Regina Pitscheneder

 

Eva feiert ihr Geburtstagsfest.

Lauter kloane Kinder san die Gäst´.

Mütter san dabei, und Väter aa.

Selbstverständlich auch die Omama.

 

Auf der Tortn san fünf Kerzen drauf!

Eva macht die vielen Packln auf.

Würschtl gibt´s, mit Ketchup, und auch Eis,

Saft, Kakao und Krapfen haufenweis!

 

Lustig is´, die Kinder ham a Freud!
Doch auf einmal gibt es einen Streit,

und es geht bei dera Streiterei

darum, welches Kind am größten sei.

 

Dieses ist nun keine Kleinigkeit,

sondern von sehr großer Wichtigkeit!

Jeder Mensch, der einmal war ein Knirps,

weiß, daß davon kam gar manches G´wirks!

 

Unter Kindern ist´s a großes G´riß,

welcher G´schrapp denn grad der größte is´.

Jedes redt´ und eifert um die Wett´,

wer die größte Körperlänge hätt´.

 

Da wird g´strittn laut und diskutiert

und die Größe aufilizitiert.

Unter all die liabn kloanen Schlumpf

weiß die Eva jetzt den höchsten Trumpf,

 

und sie kräht voll stolzer Siegeslust:
„I geh meiner Mama bis zur Brust!“ *)

Doch verschwiegen hat das kleine Biest,

daß die Mama nur eins sechzig mißt.

 

All die andren Kinder san jetzt still,

voll Bewunderung und Ehrgefühl.

Eva strahlt, dem sich´ren Sieg ganz nah:

„Allerdings – nur ohne den BH!“  *)

 

*) mit Kinderstimme

 

 

Die Schitour                                                         von Regina Pitscheneder

 

Da gibt es einen Lehrersmann,

der guat und gerne Schifoahrn kann.

Im Pinzgau, wo er woar dahoam,

da woar sein Hobby, Schi zu foahrn.

 

A Schitour will er machen heut,

drauf hat er sich schon soo lang gfreut.

In d´Schischuah eini, Schi ang´schnallt,

den Rucksack aufi! Pack ma´s halt!

 

Drei Stunden will er aufigehn.

Dazwischen bleibt er amol stehn.

Es lacht eahm ´s Herz in seiner Brust

vor lauter Freud und tiafer Lust!

 

Er schaut im Sonnenschein auf d´Höh.

Da glitzert rundherum der Schnee,

zum Gipfel is es neahma weit,

und ringsumher is olls verschneit.

 

Auf aamol schaut er ziemlich blöd

und denkt bei sich, des gibts ja net,

des kann ja gar net wirkli sei´!

Da foahrt bei eahm a Bam vorbei!!

 

Da foahrt nebm eahm auf oans, zwoa, drei

a großer Tannenbam vorbei!

Und no oana kimmt da daher!

Jö, schau! Es werden immer mehr!

 

Er reibt si´ d´Augn und denkt, er spinnt,

obwohl er es ganz lustig findt´.

Er glabt, er hat an seltnen Tram.

Da kimmt vorbei der nächste Bam!

 

Er woaß, des glabt eahm koana z´Haus.

Es schaut ja wirklich witzig aus.

Doch plötzlich fallt eahm ein:

Des könnt´ gach a Lawine sein!

 

Jetzt hört si´ aber auf der Spaß!

Und drum gibt er jetzt ziemlich Gas.

Die Stecken klemmt er untern Arm,

eahm wird´s dabei ganz hoaß und warm,

 

als ob eahm loh der Hintern brennt.

Jetzt hast den Heinzi nimmer kennt!
Den hätt´, wie er da obizischt,

der Hermann Maier net erwischt!

Schräg umi, außi aus´m Hang!

Eahm wird scho ziemlich angst und bang,

doch wirklich, er hat großes Glück:

Im allerletzten Augenblick

 

in tiefer Hocke er geschwind

dem Schneebrett grade noch entrinnt!

A Zeitlang woar er leicht geschockt.

Doch seiner Frau hat er nix g´sogt!

 

De hätt vielleicht no gschimpft mit eahm...

Des könnt´ ja wieder heiter werdn!

Da will er liaba jetzt sei Ruah.

Oa Schock am Tag is häufti´ gnua!

 

Was hilft´s, wenn er dem Schnee entrinnt

und z´ Haus in oa Lawine kimmt!!

 

 

Des Drama vom Mont Blanc                                von Regina Pitscheneder

 

Seit seiner Jugend tramt er scho

vom Gipfelsieg auf dem Mont Blanc!

Denn geg´n Europas höchsten Berg

is aa der Dachstoan nur a Zwerg.

 

Es hat zwar dauert a poar Joahr,

doch jetzt, mit siebz´g (!), wird´s endlich woahr!

Er hat scho wochenlang trainiert,

is kilometerweit marschiert,

 

die Berge rauf und runter g´rennt,

bis er oan jeden Stoan hat kennt.

A große Gruppn san s´ beinand,

die aufi wolln in d´ steile Wand.

 

Heut wolln s´ zur Hüttn aufi gehn

und morgen dann am Gipfel stehn.

Mit Rucksack, Pickel, angeseilt

san sie den Hügel aufikräult.

 

Es zaht si´ recht der steile Hatsch,

nach Stunden werdn sie miad und matsch.

Doch endlich geht´s der Hüttn zua.

Da wird dann g´lacht und g´sungen gnua!

 

Doch is um zehne dann a Ruah,

sie woll´n ja auf in oller Fruah!

Und oll´s, ob Madl oder Bua

geht aufi bald, der Schlafstatt zua.

 

Dort is es finster und beengt,

weil Stockbett sich an Stockbett drängt,

de san im Liliputformat,

nur fuffzig Zentimeter braat,

 

am Bodn, da stapelt si´ ´s Gepäck.

Wer da auf´s Klo muaß, der hat Pech!

Der Heinzi liegt im obern Bett.

Sei Nochboar unterhalb is nett,

 

er wünscht eahm no a guate Nacht

und draht si´ aamol um und schlaft.

Und wia die Sunn dann einalacht

san olle wieder aufgewacht.

 

Doch jetzt is zu sein großn Schreck
sei Liebestöterhosn weg!

Beim Schlafengehn hat er´s no oo,

und trotzdem is´ jetzt nimmer do!

Er glabt, er spinnt: Sei´ Wäsch is weg!,

und suacht s´ verzweifelt in sein Bett.

Er kann si´ ´s selber net erklärn

und fangt beinah schon an zum Reahrn.

 

Da will er aufi zum Mont Blanc

und hat koa Unterhosn an!

Jetzt sitzt er nackert in sein Bett,

die Blößen notdürftig bedeckt,

 

wie Adam einst im Paradies.

O Gott, wia peinlich eahm des is!

Aus Angst, daß eahm wer nackert siacht,

er in die Deckn sich verkriacht.

 

Ja sapperlot und malefiz,

gaach siacht no wer sein Schnudelwitz!

Er hat si´ g´schamt. Und so geniert!

Daß immer eahm so was passiert!

 

Des hat er oafach net kapiert,

so sehr er auch darob sinniert.

Nach oaner Weil hat er entdeckt,

wo sich de Hosn hat versteckt.

 

Im Spalt da hintn, unterm Bett!

Mit seine Händ´ derglangt er´s net.

A scheener Kaas! Was macht er jetzt?

Des Hosnluader! So was Bleds!

 

Jetzt hat er nach der Gati g´fischt,

nur leider hat er´s net erwischt!

Je mehr daß er´s net hat derg´langt,

grad umso mehr hat er si g´schamt,

 

statt daß er irgendwem was sagt,

vielleicht sein untern Nochboarn fragt,

daß der nach seiner Hosn schaut.

Na, na, des hat er si net traut!

 

Und weil´s dem oarmen Heinrich goar

so unbeschreiblich peinlich woar,

verliert er nicht oa oanzigs Wort,

daß eahm sei´ Unterwäsch is fort.

 

Der Bergfex unt´ schreit „Guatn Morgn!“

Wos waaß denn der von seine Sorgn...!

Der Heinzi tuat, als ob er schlaft,

zum Aufstehn hat er goar koa Kraft.

 

 

Na, endlich san die andern draußt!

Sofort is er jetzt obig´saust

und unter´s Stockbett einikräult.

Da liegt die Hosn, ganz zerbeult.

 

Schnell eini in des blede Trumm!

Der Streß haut ja an Ochsn um!

Die Kameraden brechen auf,

und er möcht aa zum Gipfel rauf!

 

Koa Wunder, daß eahm so pressiert,

weil er sei´ Gruppn sunst verliert!

So schnell war er no nia im Gwand.

Den Rucksack aufi, olls beinand!

 

Für´s Frühstück is jetzt nimmer Zeit,

die andern gehn scho vurn recht weit.

Zum Trinken hat er aa nix mit!

A Qual wird bald a jeder Schritt,

 

der Kreislauf spielt total verruckt,

doch jetzt geht er erst recht net zruck!

Er hat, wenn auch mit letzter Kraft,

den Gipfel tatsächlich geschafft,

 

auch wenn dabei er fast krepiert:

Am End hat er doch triumphiert!

Doch was zählt schon a Gipfelsieg?

Es gibt noch viel a größers Glück:

 

Für eahm war´s Beste an dem Tag,

daß er sei Hosn wieder hat!

Denn der schönste Gipfelsieg

Is goar nix gegen jenes Glück:

 

Wenn ma sei Hosn zerscht verliert

Und nachher endlich wieder kriagt!

Jetzt wiß´ ma, was auf dera Welt

bei manche Leut´ am meisten zählt:

 

Na! Net, daß D´ obn bist am Mont Blanc!

Daß D´ hast a Unterhosn an!!

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Salat                                                                von Regina Pitscheneder

 

Die Eva kummt heut später hoam,

und essen muaß sie dann alloan,

denn d´Mama muaß noch in die Stadt,

wo sie was zu b´sorgen hat.

 

Sie kocht dem Dirndl ´s Essen vur,

Spaghetti, und Salod dazua.

Die Mama putzt noch den Salat,

daß ´s Töchterl jo koa Oarbeit hat!

 

Die schirchen Plotschn gibt sie weg,

de san ja meistens vuller Dreck,

die Schneckn olle und die Strünk

und was da noch für Viecher sind.

 

Der ganze Abfall kummt zuletzt

- weil der Salod sunst net guat schmeckt -

mit ollm, was si net brauchen loßt,

in d´ Koschpelschüssel fürn Kompost.

 

Sie deckt den Tisch noch, danke sehr,

stellt Essig, Öl und Salz noch her,

und schreibt an Zettel für ihr Kind,

damit die Eva olles findt.

 

Am Nachmittag kummt d´Mama hoam.

Die Eva woar derweil alloan.

Doch d´ Mama glabt, sie trifft der Schlog!

Da steht die Schüssel vull Salod,

 

danebn die Abfallschüssel steht.

Ganz leer! Kein Zweifel dran besteht.

Die Eva moant: „Du glabst es net,

wie guat heut der Salod hat gschmeckt!

 

Die Marinade woar echt fein!

Nur ziemlich viele Strünk woarn drein.“ 

 

 

 

Anatomischer Irrtum                                         von Regina Pitscheneder

 

Die Eva is grad neune worn,

d´ Natascha is um oa Joahr vorn.

Wir ham sie zwar „Natascha“ gnennt,

doch jeder sie als „Naty“ kennt.

 

Die Schwestern ham a Streiterei.

Der kloane Bruader is dabei.

In Kindergoartn geht er grod,

wo er manch Wort schon aufgschnappt hat,

 

des besser er hätt net sulln hörn.

Die Mama hat des goar net gern!

Der Bua woar beim Geburtstag drei,

und er ergreift jetzt halt Partei.

 

Er haltet mit der Eva mit

und gibt ihr manchen hoaßen Tip.

Die großen Schwestern gebn koa Ruah,

schön langsam hat der Bua dann gnua!

 

Und als der Streit sich zugespitzt,

da ruaft der Kloane ganz verschmitzt:

„Woaßt, Eva, was am besten nützt?

Wennst Naty in die Eier trittst!!“ 

 

 

 

 

Der Campingurlaub                                                      von Regina Pitscheneder

(oder: Der unterschiedliche Blick aufs Wesentliche)

 

Am Tag nach ihrer Hochzeitsnacht

ham sie a Hochzeitsreise gmacht.

 

Sie san jung und ham koa Geld,

drum schlafen sie in einem Zelt.

 

Um Mitternacht wird d´Mama wach

und reißt den Heinzi aus dem Schlaf.

 

Der, ganz verdattert, reibt sie d´ Augn.

Des Aufgwecktwerdn tuat eahm net taugn!

 

„Du, schau amol zum Himmel rauf

und sag, was fallt Dir dabei auf!“

 

Der Heinzi blickt zum Sternenmeer

und moant: „I denk, wia des wohl wär,

 

wenn´s irgendwo vielleicht tat´s gebn

im Kosmos draußt noch andres Leben?“

 

„Geh Heinz, was redst denn goar so gswolln!

Merkst nix? Des Zelt hat ma uns gstohln!“


Mag. rer. nat. Regina Pitscheneder
Diplompsychologin


Mit mir Kontakt aufnehmen

Website durchsuchen